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„Be different, be you“ – Ein Interview mit Sabina Kocherhans

Heute unterhalte ich mich mit Sabina Kocherhans, der „Kundenverblüfferin“, Unternehmerin, Keynote-Speakerin und Vorreiterin für Transgender Menschen über Branding und ihr Herzensprojekt SKCoaching.

Frau Kocherhans, Sie wurden als Baby aus Sri Lanka adoptiert und wuchsen anschließend in der Schweiz auf. Inwieweit hat Sie Ihre persönliche Geschichte bei Ihrem beruflichen Werdegang beeinflusst?

Ich bin anders – das habe ich früh gemerkt. Denn als Kind mit dunkler Hautfarbe gehörte ich zu einer Randgruppe und wurde oft abgelehnt. Aus dieser Ablehnung entwickelte ich gleichzeitig aber auch meine Stärke: Zu erkennen das ich wie alle Menschen, einzigartig bin. Genau dieses Mindset war es, dass mich zum Modeln brachte und mich erkennen ließ, welche Vorteile ich hatte. Z.B. muss ich nie ein Sonnenbad nehmen, um einen schönen Teint zu erhalten.

Mit Ihrem ersten Unternehmen DesignFoto sind Sie in kürzester Zeit sehr schnell, sehr erfolgreich geworden. Gab es einen Schlüsselmoment, welcher für Sie den Ausschlag einer beruflichen Veränderung bedeutete?

Ich wollte meine eigene Chefin sein und fühlte mich bereit dazu, denn mein „Rucksack an Wissen war gefüllt“. Irgendwie wusste ich, dass da mehr für mich zu erreichen ist – ich musste es nur entdecken! Dazu gehörte natürlich eine ganze Portion Mut. Doch den brachte ich auf und dachte mir „einfach machen“.

Sabina Kocherhans

Sie haben sich anschließend für einen Wechsel von der Werbebranche hin zur Finanzbranche entschieden und im Anschluss an eine intensive Fortbildungszeit Ihr zweites Unternehmen SK Coaching gegründet. Was sind hierbei Ihre thematischen Schwerpunkte?

2011 erhielt ich über einen Fotoauftrag die Möglichkeit, in diese spannende Brache zu arbeiten. Die Chance wollte ich mir nicht entgehen lassen, denn durch eine persönliche Krise 2006 musste ich einen Schuldenberg abtragen. Was mich faszinierte, war nach Leistung zu arbeiten – denn das kann ich sehr gut. Das Wissen eignete ich mir auf dem Weg an – und machte dennoch alles anderes als die Männer in dieser Domäne. Das führte dazu, dass ich schnell die Außendienstmitarbeiter schulte und zur Nummer 1 in der Firma aufstieg. Auch die ersten Kundenverblüffungsstrategien entwickelte ich in dieser Zeit. Ab einem gewissen Zeitpunkt setzte ich alles auf mein eigenes Unternehmen SK Coaching und habe es bis heute nicht bereut. Aus meinem Herzprojekt ist eine Herzensaufgabe geworden.

Gibt es Dinge, die Sie bei der Gründung Ihres zweiten Unternehmens „anders“ gemacht haben, als beim ersten?

Ich konnte von allen Fehlern und Niederlagen in der Vergangenheit profitieren – deshalb bin ich dieser Zeit auch dankbar und respektiere sie. Meine Entscheidungen treffe ich heute aus einem anderen Fokus. Ich denke SK Coaching ist so erfolgreich, weil ich mit meinem ganzen Herzen dahinterstehe und meine Kunden mit dem Herzen betreue.

Welchen Tipp würden Sie den Leserinnen von FemalExperts geben, die ebenfalls mit dem Gedanken spielen, ein eigenes Unternehmen zu gründen?

Es ist immer schwierig die richtigen Tipps zu geben, wenn man nicht alles im großen Ganzen sieht. In meinem 1:1 Training betrachte ich meine Kundin als Einheit und analysiere ihre Wünsche & Ziele. Möchte sie komplett selbstständig sein oder nur nebenberuflich? Frag dich als Leserin am besten, was dein Ziel ist! Warum tust du das was du tust? Eins ist sicher: Es bedarf Disziplin, Fleiß und Durchhaltevermögen – alles andere wäre gelogen! Aber wenn du dein Warum gefunden hast, kannst du alle Stolpersteine überwinden. Ohne dieses „Brennen“ wird es schwierig.

Sie bieten hierzu auch erfolgreiches Branding für Frauen an. Wie wichtig ist die eigene Selbstdarstellung im Hinblick auf die eigene Person und vielleicht auch im Rahmen der Position als Unternehmerin?

Das Branding ist das A&O – darauf steht das ganze Gerüst. Man selbst ist der USP (Unique Selling Point=Alleinstellungsmerkmal) seines Business, denn die Produkte oder Dienstleistungen werden zuhauf am Markt angeboten und reichen als Alleinstellungsmerkmal oft nicht mehr aus. Deshalb empfehle ich eine Expertenposition in einer Nische – auch wenn das vielleicht scheinbar weniger Kunden anzieht. Doch genau dann kann man zielgerichtet kommunizieren – nach außen & nach innen.

Sabina Kocherhans

Sie nennen sich selbst „Die Kundenverblüfferin“. Warum ist es Ihrer Meinung nach wichtig, den Verblüffungsmoment bei Kunden zu schaffen?

Verblüffungsmomente sind wichtig, da es auf dem Markt kaum noch Unterschiede in den Dienstleistungen gibt! Siehe die Finanzbranche. Kaum zu glauben, aber auch die Basics, wie zuhören, auf den Kunden eingehen, aufmerksam sein werden kaum noch gelebt.
Aber nur wenn der Kunde einmal begeistert ist, wird er zum Fan und empfiehlt dich automatisch weiter. Das heißt, die ungeliebte Kaltakquise fällt weg. Ich binde meine Kunden an mich, mache ihn zum Stammkunden und kann ihn ganz anders „halten“, denn ich baue eine persönliche Beziehung auf.

Welchen entscheidenden Vorteil bietet Ihrer Meinung nach mentales Training für die Persönlichkeitsentwicklung und den eigenen beruflichen Erfolg?

Es ist die Basis der Persönlichkeitsentwicklung – meine Einstellung, wie ich meinen Tag starte, wie ich mit Niederlagen und Erfolgen umgehe, wie ich meine Berufung und meine Kundenbeziehungen gestalte. Die Dinge, die Personen, die Stimmung, das Wetter – all das ist neutral. Erst die Bedeutung, die ich dem gebe, macht den Unterschied. Bin ich positiv oder negativ? Ärgere ich mich darüber das es z.B. regnet oder kann ich dem Ganzen etwas Positives abgewinnen?

Haben Sie ein Role Model, also eine Art Vorbildfrau/ Vorbildmann, welche/r Sie persönlich inspiriert?

Meine Heroes, so nenne ich sie, ist zum Beispiel Oprah Winfrey, Tina Turner und Walt Disney. Opra sowie Tina haben schwierige Vergangenheiten hinter sich, auch wegen ihrer Hautfarbe und sind dennoch immer aufgestanden und bis heute erfolgreich. Walt Disney hat über 300 Banken besucht, um sein Projekt zu finanzieren, bis ihm jemand einen Kredit gab. Ihr Durchhaltevermögen motiviert mich. Dann gibt es Heroes, die mich in bestimmten Bereichen inspirieren – z.B. Tobias Beck, Jürgen Höller oder Boy George. Gerade Boy George hat mir Mut gegeben mich so zu geben, wie ich bin: bunt, anderes und authentisch. Ich bin nicht nur Fan, sondern weitaus mehr: Ich bewundere ihn. Er hat alles mit Liebe und viel Herz getan und immer 100 Prozent gegeben. Leider hat er von den Menschen nicht immer das Gleiche zurückbekommen.

Generell gesagt: Heroes oder Vorbilder sind oft auf unserem Weg Mosaiksteine, die sich zum einem großen, ganzen Bild formen – unserem eigenen Lebensbild.

Abschließend würde ich Sie bitten folgenden Satz zu beenden: „In fünf Jahren werde ich mit SK Coaching,…“.

…ganz viele Menschen berühren ihre Einzigartigkeit zu leben – als Keynote Speakerin aber auch über meine Seminare, Workshops und meine Bücher. Mein Motto ist:

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SKCoachingDaher ist es meine Vision, dass alle Menschen erkennen, dass sie ihr Leben vollkommen ausschöpfen können. Ich werde alles tun, um Menschen in einem noch größeren Umfang erreichen, berühren und inspirieren zu können.
Ein Herzensprojekt ist für mich auch die „SK Welcome Home Stiftung“ meine Trans-Stiftung. Mit dieser Stiftung möchte ich Transgender Menschen helfen, sich selbst anzunehmen, denn das fällt vielen Gens nach wie vor schwer! Sowohl in der Gesellschaft als auch in den Familien herrscht immer noch viel Angst und Unsicherheit. Die Stiftung sieht sich als Brückenbauer – wir sind eine Gesellschaft mit vielen Facetten.

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