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Das Studium als Fundament für die Zukunft

Warum die Wahl der richtigen Studienfächer das Fundament für die Zukunft legt

Wer kennt das nicht? Man ist jung, naiv, gerade frisch von der Abifeier zurück und soll plötzlich entscheiden, welchen Weg man für den Rest seines Lebens einschlagen möchte.

Fragt man Freunde, heißt es oft: „Schau doch einfach welches Lieblingsfach du in der Schule hattest.“

Eltern hingegen antworten auf die Frage nach dem richtigen Studienfach zuhauf mit einer Gegenfrage: „Bist du nicht alt genug um zu wissen, was du werden möchtest?“ Doch ist man mit Anfang 20 wirklich schon so weit, um entscheiden zu können, welchen Weg man bestreiten und in den kommenden 50 Jahren arbeiten möchte?

Man hat kaum oder keinerlei Praxiserfahrung, hat sich oft nicht mit den verschiedenen Unternehmen, Branchen und Bereichen innerhalb der Wirtschaft, Industrie oder im Hochschulwesen beschäftigt und doch soll man ohne Fundament ein „Lebens-Haus“ erbauen.

Ich befinde mich mittlerweile im Zweifach-Masterstudiengang Literaturwissenschaften und Politikwissenschaft.

Fünf Jahre nach Beginn meines Studiums kann ich rückblickend sagen: Studienwünsche, Berufswünsche und Zukunftswünsche stimmen nicht immer zwangsläufig überein.

Mein Studienwunsch bliebe entsprechend zwar der gleiche, jedoch hätte ich mich, wäre die Zeitmaschine aus ,Zurück in die Zukunft‘ endlich erbaut, letztlich für einen anderen Studiengang entschieden.

Verstehen Sie mich nicht falsch, ich liebe die Literatur und Politik, es ist ein feiner Mix aus gesellschaftlichen Themen und poetischen Ergüssen und ich würde dieses Fach gerne jederzeit wieder studieren. Bei der Wahl des richtigen Studiengangs muss man jedoch von seinen idealistischen Wünschen absehen und rationaler denken: Was will ich machen? Wo will ich hin? Was brauche ich dafür?

Und genau hier liegt das Problem

Frau mit FragezeichenEine/n Arbeitgeber/in interessiert es oftmals nicht, ob Du dich neben dem Studium sozial engagierst oder wie gut deine Soft Skills ausgeprägt sind, er/sie möchte auf deinen Lebenslauf blicken und alle Qualifikationen vorfinden, die er braucht, um Dich in sein Unternehmen mit dem kleinstmöglichen Aufwand zu integrieren.

Wie also vermeidet man, während des Studiums plötzlich zu realisieren, dass die eigentliche Berufung woanders liegt? Ganz einfach: Einen Plan machen!

Keinen Plan, der eine Kneipentour, das Schieben von Klausuren & Hausarbeiten oder das gezielte Einsetzen von Fehlstunden während des Studiums beinhaltet, sondern einen richtigen Plan.

Es wird zunehmend schwieriger den passenden Job zu finden. Man muss also den Vorteil einer gezielten Selbstreflexion nutzen: Was mag ich? Will ich mit Menschen arbeiten oder nicht? Liegen mir Sprachen? Welche Themengebiete interessieren mich? Was kann ich mir keinesfalls vorstellen?

Man sollte auch über einen Plan B nachdenken, falls Plan A (= Studium wird in der Regelstudienzeit mit einem Master beendet) scheitern sollte. Es ist nicht allzu selten, dass Studenten in finanzielle Bedrängnis geraten, sich im Dschungel von Prüfungsleistungen und Studienordnungen verirren oder dass ihnen schlicht und ergreifend nach der ersten Hälfte des Studiums die Luft ausgeht.

Wenn der Plan steht und man sich für ein Studienfach und eine bestimmte Berufsrichtung entschieden hat, erfolgt der zweite Schritt: Praxiserfahrung sammeln!

Ein Arbeitgeber kann locker darüber hinwegsehen, wenn man ein paar Semester länger studiert hat, sein Verständnis jedoch endet mit mangelnder Praxiserfahrung des Studenten.

Natürlich hat nicht jeder Student vermögende Eltern, die einem mit dem nötigen Kleingeld unter die Arme greifen. Unzählige (meist unbezahlte!) Praktika während des Studiums zu machen, kommt entsprechend nicht in Frage. Hierbei würde ich empfehlen, eine Stelle als Werkstudent oder Studentischer Mitarbeiter anzunehmen und diese nach einer gewissen Zeit im Studium auch zu wechseln, sodass neben dem Bachelor-/Masterzeugnis und dem Praktikumszeugnis, auch ein- oder zwei Arbeitszeugnisse beigefügt werden können.

Mit Struktur an die Wahl der Studienfächer gehen!

Der Standort und der Numerus Clausus sollten hierbei nicht die einzigen Kriterien sein, mit denen man sich gedanklich befassen sollte. Viel wichtiger sind die Qualifikationen, die man durch das Studium erreicht und die beruflichen Chancen, die man nach einem absolvierten Hochschulstudium hat.

Um falschen Erwartungen an das Studium vorzubeugen, empfiehlt es sich die obengenannten Tipps zu beherzigen. So wird die plötzliche Erkenntnis vermieden, nicht genügend qualifiziert zu sein oder mittels seines Studienwunsches ein falsches Fundament für sein „Lebens-Haus“ gebaut zu haben. Dieses könnte Risse besitzen, an der falschen Stelle stehen oder die falschen Grundrisse aufweisen. Sein Leben kann man auf einem solchen Fundament zumindest schwer aufbauen, weshalb der vorherige Plan gut durchdacht sein sollte.

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1 Kommentar

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