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Mit dem Karriere ABC erfolgreich durchstarten – Teil 2

In der letzten Woche habe ich Ihnen bereits den ersten Teil meines persönlichen Karriere ABC’s vorgestellt, hier folgt wie versprochen der zweite Teil, viel Spaß beim Lesen!

J – Jobwechsel

Kein leichtes, aber ein dringend zu diskutierendes Thema. Selbstverständlich zwingt Sie niemand Ihre Stelle zu wechseln, vor allem dann nicht, wenn Sie mit dieser glücklich sind. Im 21. Jahrhundert sollte man jedoch nicht mehr der Illusion erlegen sein, dass der erste Job unbedingt auch der letzte bleiben muss. Seien Sie Mutig, ergreifen sie Chancen, wenn sich Ihnen welche eröffnen und treten Sie heraus aus Ihrer Komfortzone. Ein neuer Job bedeutet neue Herausforderungen, nicht nur beruflich, sondern auch menschlich. Geben Sie sich hier nicht einer lähmenden Angst hin, was könnte schon schlimmstenfalls passieren?

K – Konkurrenz

Konkurrenz belebt nicht nur das Geschäft, sondern auch die Arbeit im Unternehmen. Haben Sie keine Angst davor als Konkurrentin wahrgenommen zu werden, im Gegenteil, es zeichnet Sie sogar aus, da es ein indirektes Kompliment für Sie und Ihre Leistung bedeutet. Natürlich muss das Konkurrenzdenken auf einer gesunden Basis ausgelebt werden und zwar nur insoweit, als das es fördernd und nicht hemmend wirkt. Hierbei ist Eigeninitiative gefragt.

Tun Sie sich mit einem Teammitglied besonders schwer, welches Sie als Konkurrentin empfindet und es auch eindeutig zur Schau stellt? Zeigen Sie Präsenz und gehen Sie einem solchen Verhalten aktiv entgegen. Ein Gespräch unter vier Augen oder eine freundliche Einladung zum Kaffee können hierbei Wunder bewirken. Denken Sie jedoch immer daran: Fairplay ist ihr oberstes Gebot. Demütigen Sie niemanden, indem Sie sein Verhalten in aller Öffentlichkeit anklagen oder denjenigen bloßstellen. Es ist nicht ungewöhnlich, dass aus starken Konkurrentinnen letztlich umso stärkere Verbündete werden.

L – Leistung

Zeigen Sie Einsatz! Nur weil Sie den Job bekommen haben, heißt das nicht, dass Sie jetzt Ihre Zeit in Ruhe absitzen können bis das erste Gehalt auf Ihrem Konto Einzug hält. Konzentrieren Sie sich bewusst auf bevorstehende Aufgaben und arbeiten Sie strukturiert und ergebnisorientiert. Sollten Sie Einsatzbereitschaft und Engagement gezeigt haben, machen Sie dies sichtbar, denn an Anerkennung und Wertschätzung wird vor allem in größeren Unternehmen oftmals gespart. Vergessen Sie im Übrigen nicht, Ihre eigenen Leistungen ebenfalls anzuerkennen und manchmal auch zu feiern, denn sonst werden Sie keine Zufriedenheit mehr verspüren, sollten Sie ein Projekt erfolgreich abgeschlossen haben.

M – Möglichkeiten

Sie ergeben sich überall, sind jedoch nicht immer auf den ersten Blick ersichtlich. Ob Sie nun nach einer neuen Stelle Ausschau halten oder Ihr Netzwerk erweitern wollen, nehmen Sie Möglichkeiten, die sich Ihnen ergeben, wahr! Auch innerhalb Ihres Jobs sollten Sie keine Gelegenheit auf eine Fortbildung, eine Moderationsaufgabe, eine Vortragsrolle oder eine Dienstreise an sich vorbeiziehen lassen. Ich würde nicht behaupten, dass sich alle Chancen im Leben immer nur einmal ergeben, aber manchmal lohnt es sich sofort zuzugreifen. Hören Sie hierbei auch ganz gezielt auf Ihr Bauchgefühl. Ihre Qualifikationen und Ihre berufliche Kompetenz sind außer Frage gestellt, lediglich auf Ihre Grenzen und Ihre Belastbarkeit kommt es hier an. Seien Sie jedoch vorsichtig, dass Sie hierbei nicht dem sogenannten FOMO-Syndrom anheimfallen.

Querdenken im Goldfischglas

N – Nuancen

Genau wie im Privatleben, gibt es auch im Berufsleben kein Schwarz-Weiß-Denken. Sie werden sich im Laufe Ihres Karriereweges stets mit unterschiedlichen Persönlichkeiten auseinandersetzen müssen und diese Erfahrungen können für Sie sowohl bereichernd, als auch kraftraubend sein. Helfen kann Ihnen hierbei die Sensibilisierung auf die verschiedenen Nuancen, die der menschliche Charakter einem vor Augen führt. Natürlich können Sie nicht alle erschließen, dies ist jedoch auch nicht notwendig. Bevor Sie sich in Vorurteile verstricken und im Unternehmen versuchen schnellstmöglich Ihren rechtmäßigen Platz einzunehmen, schauen und hören Sie sich doch erstmal genauer um.

Wir neigen oftmals dazu, nur auf uns selbst zu achten. Entsprechend ist uns wichtig, dass unsere Erscheinung stimmt, unsere Arbeit die richtige Qualität aufweist und wir die stetige Bestätigung durch den Vorgesetzten erhalten, damit wir mit einem ruhigen Gefühl nach Hause gehen können. Diesen Stress können Sie sich jedoch ersparen, wenn Sie genauer zuhören.

Meist lassen sich die charakterlichen Nuancen leicht erkennen:

„Wenn Sie Hilfe brauchen, dann sagen Sie mir gerne Bescheid“ ist nicht gleichbedeutend mit „Wenn was nicht klar ist, können Sie sich ja melden“. Während wir bei der ersten Aussage weniger Hemmungen verspüren um Hilfe zu bitten, fällt es uns bei letzterer um einiges schwerer. Ein „ich habe jetzt keine Zeit für sowas“ wirkt wiederrum nicht recht freundlich, ist jedoch der Situation, der Stimmung und evtl. auch einem schlecht gebrühtem Kaffee zu verdanken. Nehmen Sie sich Zeit alle Gegebenheiten (Nuancen) zu erkennen und verfallen Sie nicht in die typische Schwarz-Weiß-Denkweise, die uns lediglich ein vorschnelles (Vor-)Urteil erlaubt.

O – Objektivität

Lassen Sie sich von Ihren Kollegen/Kolleginnen oder auch Ihren Vorgesetzten selbst nicht zu Klatsch & Tratsch verführen. Bleiben Sie bei der Beurteilung Ihrer Mitarbeiter, Vorgesetzten und Kollegen stets sachlich und objektiv. Selbstverständlich bilden wir uns nach einer gewissen Weile eine ganz bestimmte Meinung von Sachverhalten und Mitarbeitern innerhalb eines Unternehmens, doch auf den Umgang mit diesen kommt es an. Bleiben Sie neutral in Ihrer Haltung, so wird Ihnen dies stets zum Vorteil gereichen. In der Jobwelt interessiert es niemanden für wen man, wann, wo und wie Partei ergreift, der Erfolg ist das einzige Kriterium, an welchem Sie letztlich bemessen werden. Sollte es also um Personalentscheidungen oder um die Übernahme von Verantwortungsgebieten gehen, dann urteilen sie im objektiven Sinne. Dies bedeutet, dass die Qualifikation und persönliche Eignung des Kandidaten wichtiger sind, als sein Kleidungsstil, seine extrovertierte Art oder vielleicht seine Direktheit, die Ihnen in manchen Situationen nicht gefallen mag.

P – Projektmanagement

Egal ob zur Planung eines umfassenden Bauprojektes, zur Erstellung eines detaillierten Marketingkonzeptes oder zur Veränderung einer ganzen Unternehmensstruktur, letztlich kommen Sie nicht am Thema Projektmanagement vorbei. Die Regel lautet hier: Umso größer das Projekt, umso vielfältiger die Instrumente. Ich würde Ihnen hierfür stets die S.M.A.R.T- Analyse von Peter Ferdinand Drucker (Management by Objectives, 1956) empfehlen. Diese Methode dient Ihnen als stetige Überprüfung, ob ihre Zielsetzungen immer noch Gültigkeit besitzten oder ob am Projektplan etwas geändert werden müsste. Es gibt hierzu weiterhin unzählige Möglichkeiten einen umfassenden Projektplan zu erstellen. Sie können hierbei beispielsweise auf einen Projektstrukturplan zurückreifen, welcher mit dem Programm Microsoft Projekt leicht erstellt werden kann. Wem eine Investition in ein solches Programm zu hoch ist oder wer sich erst in kleineren Schritten an einen solchen Plan heranwagen möchte, der kann sich auch an einem sogenannten Gantt-Diagramm versuchen. Dieses kann mittels eines Webtools einfach online erstellt und abgespeichert werden und dient hervorragend als erster und einfacher Schritt in die umfassende Projektplanung. Egal für welche Möglichkeit Sie sich entscheiden: Haben Sie Mut die Methoden zu entdecken und investieren Sie Ihre Zeit. Sie werden sehen, dass es Ihnen am Ende eine Menge Arbeit erspart.

Q – Querdenken

Sie werden vielerorts gesucht: Die sogenannten Querdenker. Es ist einfach, sich auf gesichertem Terrain zu bewegen und sein Know-how in einem bestimmten Bereich zu erweitern, doch die heutige Karriere- und Berufswelt verlangt mehr. Warum nicht als Informatikerin ein wenig bei den Designern reinschnuppern oder als Geisteswissenschaftlerin bei einem technischen Projekt mitmachen? Innerhalb unserer beruflichen Ausbildung lernen wir, unserem Verstand keinerlei Grenzen aufzuzeigen, sondern über sie hinwegzublicken. Dieses Credo möchte ich auch an Sie weitergeben, denn es ist auch für einen „Fachfremden“ möglich, sich in ein neues Themengebiet einzuarbeiten und sein Wissensfeld zu erweitern. Denken Sie nicht in vorgegebenen Kategorien, manchmal ist eine unkonventionelle Idee, auch wenn Sie einem auf den ersten Blick nicht direkt logisch erscheint, die letztlich erfolgsversprechende.

R – Raum

Raum schaffenSich im Job „Raum zu schaffen“ ist eine wichtige Voraussetzung, um aus seiner Arbeit, eine erfüllende Tätigkeit zu machen. Unter Berücksichtigung der eigenen Grenzen, müssen Sie sich bewusst einen Bereich schaffen, welcher ausschließlich Ihnen gehört. Dieser Raum geht über einen Plausch mit den Kollegen, eine Tasse Kaffee oder eine gemütliche Mittagspause hinaus. Der Raum, von dem ich spreche, gestaltet sich sowohl physisch, als auch mental. Ob durch Meditation, Tanzen, Musik hören, Gedichte schreiben oder Singen, Sie können diesen Raum selbst erschaffen und entscheiden auch selbstständig, wer diesen Raum betreten darf und wer nicht. Es mag Ihnen vielleicht banal erscheinen, aber die Schaffung eines Raumes hat nichts mit der einfachen Ausübung eines Hobbys zu tun. Hobbys kann man verschieben. Man denkt, während man sie ausübt, über viele Dinge nach und kann diese auch mit anderen ausüben. Ich spreche von einem Zeitpunkt, der allein für Sie bestimmt ist und in welchem es keine Wahrnehmung von Zeit gibt. Dies bedeutet, dass es nicht einfach „zwischendurch ausgeführt“ werden kann. Es ist vielmehr eine bewusste und aktive Handlung, die ihre völlige Konzentration verlangt.

Probieren Sie es mal aus, singen Sie beispielsweise ein Lied, welches Ihnen besonders gefällt oder tanzen Sie mal nach Herzenslust, ohne Furcht, jemand könnte Sie dabei beobachten. Sie werden sehr schnell merken: Das befreiende Gefühl, welches Sie erfüllt, lässt Sie auch einen völlig anderen Blick auf den bevorstehenden Tag werfen.

In der kommenden Woche erwartet Sie der dritte und letzte Teil meines persönlichen Karriere ABC’s. Spannende Entdeckungen von ,S‘ wie Scheitern bis hin zu ,Z‘ wie Zeitmanagement erwarten Sie!

2 Kommentare

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