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Studium und Job, geht das überhaupt? – Ja, mit viel Spaß und Leidenschaft!

Wer meinen Blog bereits einige Zeit lang aufmerksam liest, weiß, dass ich eine arbeitstätige Master-Studentin und Bloggerin bin. Den größten Teil der Woche arbeite ich als Wiedereinstiegsberaterin bei der Bundesagentur für Arbeit und berate im Rahmen dieser Tätigkeit Frauen und Männer, die nach einer Elternzeit oder Pflegezeit eines Angehörigen wieder Anschluss an den Arbeitsmarkt suchen und sich möglicherweise beruflich neu orientieren möchten.

Das Spiel mit der Balance von Studium und Job

Nach meinem Fachwechsel in den Masterstudiengang Literatur-und Sprachwissenschaften habe ich nach einem sozialen Engagement gesucht, welches meinen moralischen und ethischen Anforderungen gerecht wird und mich gleichzeitig meinem Herzensthema „Frauenförderung und Antidiskriminierung“ noch einen Schritt näher bringt. Im Sommer 2016 wurde ich sodann zur Gleichstellungsbeauftragten von fast 45.000 Studierenden der RWTH Aachen gewählt und darf im Rahmen dieser Tätigkeit als vollwertiges Mitglied im Gleichstellungsbüro mitwirken.
Wenn ich von meinen Tätigkeiten und dem Studium berichte, so ist die Rückfrage stets die Gleiche:

„Wie schaffst du es, deinen Job, dein Ehrenamt, das Bloggen und dein Studium miteinander zu vereinbaren?“.

Diese Frage ist gerechtfertigt und die Antwort recht simpel: Gutes Zeitmanagement, viel Liebe zur Tätigkeit und tolle Vorgesetzte.

Spaß und Leidenschaft sind die entscheidenen Faktoren

Meine Woche ist strikt geplant und jedes Aufgabengebiet bekommt einen bestimmten Zeitslot zugewiesen. Natürlich überschneiden sich diese manchmal, wichtig ist es hier „gleiches Recht für alle“ einzuräumen, sodass kein Bereich überhandnimmt. Sollte ich also Schulungen im beruflichen Bereich haben die meine ehrenamtliche Tätigkeit beeinflussen, so besteht (glücklicherweise) die Möglichkeit durch Gleitzeitmodelle die Zeit wieder auszubalancieren. Diese nehme ich dann beispielsweise während bestimmter Veranstaltungsreihen, die ich im Rahmen meines Amtes mitbetreue, in Anspruch. Gleiches gilt für das Studium. Natürlich darf man hierbei nicht davon ausgehen, dass dieses nebenher einen Spaziergang bedeutet. Sobald alle anderen Feierabend haben, liest man Texte und bereitet sich auf die Veranstaltungen vor. Am Wochenende feilt man an Referaten oder recherchiert für seine Blogartikel und während alle anderen bei ihrer Urlaubsplanung Sommer und Sonne anvisieren, schielt man in Richtung Abgabe- und Klausurtermin.

Manchmal ist es anstrengend und man ist oft in einer sehr stressigen Phase, wenn man z.B erkrankt ist und Arbeit oder Unistoff nachholen muss, doch für mich gibt es bei allem was ich tue stets ein dominierendes Credo: Sei mit Spaß und Leidenschaft dabei, egal was du tust! Klick um zu Tweeten

Durch Achtsamkeit zum Erfolg

Hierzu muss ich allerdings auch gestehen: Ich habe auf allen Seiten wirklich tolle und verständnisvolle Vorgesetzte und DozentInnen. Hierbei wird das Prinzip der Diversität stets sehr hoch geschätzt, berücksichtigt und auch gefördert. Egal ob ich Fragen habe oder organisatorisch in die Bredouille komme, bisher konnte jede Herausforderung besprochen, geklärt und zu aller Zufriedenheit gemeistert werden. Dafür an dieser Stelle, Vielen Dank!

Anders als einige glauben schaffe auch ich mir Achtsamkeitsmomente und greife beispielsweise zu Magazinen wie die Flow, ma vie oder Noveaux und betreibe am Wochenende ein wenig Digital Detox. Auch wenn das ein wenig eigenartig klingt, so kann auch eine Grundreinigung der Wohnung eine beruhigende Wirkung haben, da man sich hierbei, begleitet durch muntermachende Musik, einer völlig banalen Tätigkeit widmen kann.

Momente mit meinen Lieben sind mir hierbei heilig (wenn auch selten) und werden nur in Ausnahmefällen (bsp. Krankheit) verlegt oder verschoben. In Zukunft möchte ich mich auch noch mehr dem Thema Kochen (angeregt durch meine Detox-Erfahrung) und Sport widmen.

So werden Sie zum Organisationstalent

Job und Studium-ZeitmanagementGerne würde ich Ihnen noch einige hilfreiche Tipps zur besseren Organisation Ihrer Arbeitswoche mitgeben:

  1. Teilen Sie sich Ihre Aufgaben in kleine Arbeitspakete, diese dienen nicht nur der Übersicht, sondern erleichtern auch das Setzen von Prioritäten.
  2. Berechnen Sie gezielt Pausen in Ihre Planung mit ein und nutzen Sie diese auch! Hierbei geht es nicht nur um die reine Nahrungsaufnahme, sondern um einen Spaziergang, eine Kaffee- oder Teepause oder um einen munteren Austausch mit Freunden und Kollegen.
  3. Nutzen Sie Programme und Tools, wie Evernote, OneNote oder MS Project (für Studierende der Partneruniversitäten kostenlos!). Diese nehmen Ihnen nicht das Denken ab, aber erleichtern Ihnen die Strukturierung Ihrer Woche. Sie sind lieber ein Freund von handschriftlichen To-Do-Listen? Prima! Achten Sie darauf, Ihre Aufgaben zu datieren, denn wenn ein Datum dahintersteht, handelt es sich um ein Ziel und nicht um einen Wunsch.
  4. Wenden Sie das SMART-Prinzip an, was bedeutet, dass Ihre Aufgaben Spezifisch, Messbar, Angemessen (Ansprechend), Realistisch und (wie bereits erwähnt) Terminiert sein sollten. Formulieren Sie genau, was Sie erreichen möchten und prüfen Sie Ihre Ziele stets nach kurzfristigen, mittelfristigen und langfristigen Perioden die Sie benötigen, um diese zu erreichen.
  5. Teilen Sie Ihre Planung mit anderen. Möglicherweise kann Ihnen so an bestimmten Stellen geholfen und ein Arbeitspaket schneller abgearbeitet werden. Im Studium bedeutet dies für mich stets, meine zwei liebsten Beta-Leser zu „verpflichten“ mit angespitztem Bleistift über meine Arbeiten zu fegen und mir ordentlich die Leviten zu lesen, falls ich mal wieder einen Philosophie- (zu lange und verstrickte Sätze) oder Grammatik-Clown zum Frühstück hatte.
  6. Reden Sie nicht ständig darüber, wie gestresst Sie sind. Heutzutage erscheint es fast schon fatal, nicht im Stressmodus zu verharren. Mein Tipp: Ein- und Ausatmen, kurz konzentrieren und so viel schaffen wie man kann – mehr aber auch nicht (wir sind schließlich keine Maschinen). Den meisten Stress machen wir uns selbst oder lassen ihn uns durch andere einreden, die ständig unglaublich „busy“ sind und uns so vermitteln, wir müssten es ebenfalls sein.
  7. Meine letzte und vermutlich wichtigste Empfehlung: Versuchen Sie nicht perfekt zu sein. Glauben Sie mir, es gelingt Ihnen nicht, denn es wird immer jemanden oder etwas geben, dass Sie ins Straucheln bringt. Ich habe mal gelesen, dass man jeden Arbeitstag angehen sollte, als wäre es der letzte: Motiviert alles noch ausstehende zu erledigen und entspannt genug, um nach Feierabend mit einem Lächeln nach Hause zu gehen.

Nachgefragt

Haben Sie auch während Ihrer Studienzeit gearbeitet, ein duales Studium absolviert oder berufsbegleitend studiert? Wie haben Sie Ihre Zeit strukturiert und für eine Balance zwischen ihrer beruflichen und privaten „Rolle“ gesorgt? Teilen Sie Ihre Erfahrung mit der FemalExperts-Community!

4 Kommentare
  • Doris
    19. April 2017

    Sehr schöne geschrieben! Mich fragen auch immer alle wie ich Uni (eine zeitlang neben dem Studium noch ein 6 monatiges Praktikum), Job , Blog und Beziehung (Familie, Freunde und Partner) unter einen Hut bekomme! Danke das du auch so drauf bist wie ich und es mir zeigt das nicht nur ich so vieles mache! Aber wenn es liebt dann finde ich es schön und solange man jung ist geht das noch! Was mir aber am allerwichtigsten ist das Verständnis meiner Liebsten! Und das sie mir immer helfen wenn es nötig ist! 🙂

    Mach weiter so! Absolut klasse!

    Liebste Grüßchen

    • Kinga Bartczak
      20. April 2017

      Liebe Doris,

      vielen Dank für deine schöne Rückmeldung! Das Verständnis meiner Liebsten ist mir ebenfalls sehr wichtig, ohne Ihre Unterstützung (und Geduld) ist die beste Planung dahin. Ich wünsche dir auch weiterhin viel Kraft und Kreativität bei der Gestaltung deines beruflichen und privaten Lebens und hoffe, du schließt dich auch zukünftig mit deinen wertvollen Kommentaren der FemalExperts-Community an!

      Viele Grüße
      Kinga

  • Olga
    19. April 2017

    Hallo meine Liebe,

    mit Deinem Einverständnis das „Du“ :-)!

    Ich habe bis April noch eine Vollzeitweiterbildung zur Personalreferentin gemacht, nebenher noch einen MiniJob gehabt, meinen Blog betrieben und an Ideen für meine Zukunft gefeilt. Ah ja, ein Ehemann braucht auch noch etwas Aufmerksamkeit. 😉 Du hast vollkommen recht, es hat viel mit der Orga und Prioritäten setzen zu tun. Zum anderen aber auch einfach mit einem längeren Tag. Meiner fing oftmals um 5 Uhr morgens an und endete dann um 21 Uhr spätestens. Denn dann ging es bei der Aufstehzeit auch recht schnell ins Bett, damit ich den darauf folgenden Tag mit viel Energie wuppen konnte. Und ja, ich habe bei allem was ich gemacht habe, Spaß gemacht. Wenn mal nicht, Augen zu und durch. Die Dinge gehören immer dazu.

    Du scheinst Dich auch mit Projektmanagement viel beschäftigt zu haben, SMART Prinzip und MS Project. 😉 Liebe MS Project. Trello kann da auch schon sehr hilfreich sein…

    Schöner Punkt, dass die Umwelt mitspielen muss bzw. mitspielt. Dafür sollte man wirklich dankbar sein. Nicht immer so einfach.

    Ich wünsche Dir weiterhin viel Erfolg bei all den Dingen, die Du gleichzeitig tust. 🙂

    Viele liebe Grüße aus Hamburg
    Olga

    • Kinga Bartczak
      20. April 2017

      Liebe Olga,

      vielen Dank für deine Empfehlung, ich werde mir Trello mal genauer ansehen. Ich beglückwünsche dich übrigens auch zu deiner tollen Leistung! Es ist sehr inspirierend von Frauen eine Rückmeldung zu erhalten oder angesprochen zu werden die mit Dispizplin, Strategie und Herz ihre Ziele verfolgen. Auch meine Tage beginnen sehr früh und enden meist damit, dass ich mich „zwingen“ muss meinen Laptop auf Seite zu legen und den Rest am kommenden Tag zu erledigen. Es ist ein erfrischendes und auch stolzes Gefühl, wenn ein Meilenstein geschafft ist und man sich ein neues, spannendes Ziel setzen kann.
      Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg und freue mich, wenn du auch weiterhin ein Teil der FemalExperts-Community sein möchtest.

      Viele Grüße
      Kinga

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