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Und plötzlich steht die Welt still – Wie deine Haltung nun über deinen Erfolg entscheidet

So wie viele Menschen, habe auch ich manchmal das Gefühl, dass mir die Zeit wie Sand durch die Finger rinnt. Kaum hat man geblinzelt, ist gefühlt bereits ein weiteres Lebensjahr vergangen. Nun wissen wir natürlich, dass sich mit dem fortschreitenden Lebensalter das Zeitempfinden stetig verändert und dadurch auch unsere Wahrnehmung für die Zeit an sich.

Doch in den letzten vier Wochen hat sich etwas besonderes ergeben. Viele von uns erleben zum ersten Mal bewusst einen (ungewollten) Ruhezustand im Leben.

Doch was geschieht, wenn nun alle Ablenkungen, die uns täglich beschäftigen, heruntergefahren werden oder gar völlig stillstehen?

Einige von uns bekommen Angst, verfallen in eine Schockstarre, sind verwirrt oder sogar traurig, weil wir uns nach gewohnten Mustern und Abläufen sehnen.

Doch was geschieht noch?

Wir werden achtsamer, dankbarer, spüren Sehnsucht nach Nähe und nehmen unser Leben und unsere Vergänglichkeit wieder bewusst wahr.

„Mono no aware“ – Die Traurigkeit der Dinge

In diesem Zusammenhang muss ich oft an die japanischen Worte „mono no aware“ denken. Die Poetisierung dieser Worte ist hierbei einzigartig. Prinzipiell könnte man sagen, dass dieser Ausspruch die „Traurigkeit der Dinge“ bedeutet, wobei innerhalb dieser Traurigkeit eine sehnsuchtsvolle Schönheit liegt.

Und genau dieses Gefühl ist momentan ganz deutlich spürbar: Eine tiefergehende und ästhetische Empfindsamkeit gegenüber allen Dingen und dem eigenen Leben.

Wenn der Kreislauf aus Verpflichtung, Konsum und Freiraum plötzlich eine Unterbrechung erfährt und nur noch letzteres übrigbleibt, ist es, als habe jemand eine Sanduhr waagerecht hingelegt und uns dadurch eine Atempause geschenkt, die es uns ermöglicht, zu uns zurückzufinden.

Auch im Business spielt diese Empfindsamkeit eine besondere Rolle. Unsere Angebote erfahren eine Überarbeitung, wir reflektieren bisherige Strategien, suchen nach Möglichkeiten den menschlichen Kontakt durch Alternativen zumindest ansatzweise wieder herzustellen und widmen uns in noch intensiverer Art und Weise den Wünschen und Bedürfnissen unserer Kunden.

Mono no aware

Und plötzlich erhält alles eine neue Bedeutung

Wenn du Zeit hast, darüber nachzudenken, dass unsere Arbeit, unsere Handlungen, unsere Träume und unser Leben vergänglich sind, was macht das mit dir?

Es hilft dir loszulassen. Es hilft dir Dinge und Umstände zu akzeptieren. Es ist, als würde jemand Luft aus einem Luftballon rauslassen. Plötzlich können wir den Druck loslassen und uns Themen und Dingen widmen, die nicht nur marktrelevant, sondern auch wichtig sind.

Letztlich ist es doch so: Wir empfinden Kirschbäume nicht als wunderschön, weil sie so unaufhörlich blühen, sondern weil wir ihre Pracht nur zwei Wochen betrachten und genießen können, bevor sie vergeht.

Ebenso verhält es sich mit unserem Leben. Wir können uns nur selbst als Menschen wahrnehmen und unser Leben genießen, weil wir wissen, dass es irgendwann enden wird.

Und hier bestätigt sich die tiefergehende Bedeutung von „Mono no aware“, denn es liegt etwas Trauriges sowie etwas Wunderschönes darin.

Betrachte diesen Augenblick als Geschenk in einer schwierigen Situation

Natürlich können wir uns nun unserer Angst oder unserer Wut hingeben, weil die aktuelle Situation uns unzufrieden macht und wir uns auch machtlos fühlen.

Wir könnten uns allerdings auch bewusst dafür entscheiden, diesen Augenblick zu nutzen, um einen neuen Weg einzuschlagen.

Viele ziehen eine Art Bilanz Ihres bisherigen (Arbeits-)Lebens und werden wieder aktiv.

Sie bilden sich fort und nutzen hierzu vermehrt Onlineplattformen. Sie suchen nach neuen beruflichen Möglichkeiten und nutzen hierzu gezielt ein Coaching, um sich mit Unterstützung eines vertrauensvollen Sparringpartners neu aufzustellen.

Viele beginnen wieder damit, etwas für sich zu tun, treiben Sport oder lesen endlich das seit Monaten unangetastete Buch zu Ende.

Auch im Business ist Bewegung spürbar. Viele Unternehmen denken um, versuchen die Flexibilisierung der Arbeitsstrukturen als Chance zu betrachten, reflektieren intensiv Ihre Vision, Ihre Missionen und Ihre Werte und informieren sich zu aktuellen Trends der Zukunft.

Was ich damit sagen möchte?

Wir haben keinen Einfluss auf Situationen und Gegebenheiten, die uns unvermittelt und manchmal auch schmerzhaft treffen. Doch wir wissen eines mit Gewissheit: Sie werden vergehen und wir können uns jetzt entscheiden, mit welcher Haltung wir diesen herausfordernden Zeiten begegnen wollen.

Wie wirst du dich entscheiden?

Welchen Weg du auch immer wählst, denk dran: Auch dieser wird vergehen, denn

Die einzige Konstante im Universum ist die Veränderung. – Heraklit

1 Kommentar

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