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Instagram – eine digitale Karrierefalle?

Morgens um 8:00 Uhr, mittags gegen 12:00 Uhr oder doch lieber spät am Abend gegen 23:00 Uhr? Das Hochladen von digitalen Fotos auf Instagram kennt weder eine Beschränkung innerhalb der Tageszeit, noch in der Masse. Ob ein gemütliches Frühstück mit der Freundin, ein schnelles Selfie oder ein freches Zitat, nahezu jedes Detail aus dem Leben scheint im digitalen Netz geteilt zu werden. Doch wozu das Ganze?

Laut eigener Aussage hat Instagram mittlerweile weltweit über 200 Millionen aktive Nutzer – und auch ich gehöre zu diesen Nutzern.

Zu Beginn war ich mir recht unsicher, ob diese Plattform etwas für mich wäre, da ich mich eigentlich eher scheue, private Bilder im World Wide Web mit „jedermann“ zu teilen. Innerhalb meines Blogs lege ich zudem Wert darauf, konstruktive Einträge zu schreiben, um meine Gedanken festzuhalten, diese mit anderen zu teilen und so ins Gespräch zu kommen. Instagram schien mir somit anfangs eher zu „privat“, um eine Verknüpfung mit diesem Blog herzustellen. Mich ließ der Gedanke einfach nicht los, man könnte meinen Blog aufgrund dessen für nicht professionell genug halten. Nun, die Verknüpfung ist da und die passende Begründung recht simple: Warum eigentlich nicht? Mir schien es letztlich wichtiger meinen Lesern auch die Chance zu geben, mich als Privatperson kennenzulernen. Ja ich habe heute einen Kuchen gebacken und ja, heute ist ein wunderschöner und sonniger Tag und ich zeige es euch, indem ich ein fröhliches Selfie hoch lade. Sie dürfen das wissen, denn ich reflektiere meine Gedanken und Taten so gut, um bewusst entscheiden zu können, was ich teilen möchte und was nicht.

Grenzen für Jung und Alt

Frauen-Selfie mit InstagramDoch wo liegen die Grenzen bei Plattformen wie Instagram, flickr oder Picasa eigentlich? Ich gestehe: seit ich bei Instagram angemeldet bin, habe ich nicht nur positives erlebt. Oft sehe ich Bilder, die mich schockieren: Junge Mädchen, die halbnackt vor dem Spiegel posieren, Männer die sich gar komplett entblößen oder Bilder, in welchen auf offensichtliche Weise zum Konsumieren von Rauschmitteln geraten wird.

Die Eltern dieser meist jungen Menschen haben in der Regel wenig Spielraum, um die Veröffentlichung solcher Bilder zu unterbinden. Den jungen Männern und Frauen ist das „hashing-for-compliments“, welches sich durch das Drücken auf ein Herzchen, einen Kommentar oder einen neuen „Follower“ ausdrückt, meist wichtiger, als die Sorgen und Ängste ihrer Eltern.

Wie und wo sollte hierbei eine Grenze gezogen werden? Was ist noch „ok“ und was geht schon zu weit? Ab wann kann ich bewusst selbst entscheiden und die Tragweite meiner Entscheidung entsprechend reflektieren, um eigenständig persönliche Inhalte meines Lebens zu teilen? Gibt es hierbei Altersgrenzen oder sollte es vielleicht allgemeingültige Beschränkungen innerhalb der sozialen Plattformen geben, sodass Missbrauch privater Informationen und Bilder eingeschränkt werden könnte?

Berücksichtigt man hierbei zudem den Aspekt der beruflichen Karriere von Frauen, so stellen sich weitere Fragen: Inwieweit darf mein Arbeitgeber meine persönlichen Bilder und Informationen einsehen und bewerten? Ein halb nacktes Bild geht evtl. zu weit, doch wie steht es um ein Selfie in einem eleganten und doch recht gewagten Kleid?

Ich würde diese Fragen gerne zur Diskussion stellen, denn ich habe bereits innerhalb meines eigenen Freundeskreises feststellen müssen, dass die Empfindungen, was die Veröffentlichung von digitalen Bildern angeht, sich ungemein unterscheiden können. Was haltet Ihr von Instgram & Co und wo zieht Ihr klare Grenzen?

2 Kommentare

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