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Werden Sie zur Blogexpertin – 10 Tipps für Ihren professionellen Blog

Ein Blog entsteht meist aus einem inneren Bedürfnis heraus. Man möchte besonders faszinierende Reiseerlebnisse, himmlische Food-Kreationen oder spannende Beauty-Hacks mit anderen teilen und so etwas zurückgeben, was man durch die eigene oder die Erfahrung anderer erlebt hat.

Doch wie startet man mit einem Blog und wie professionalisiert man diesen, sodass aus einem Freizeitvergnügen ein Business wird?

Diese Fragen möchte ich Ihnen durch die folgenden 10 Tipps beantworten:

1. In welcher Nische schreiben Sie?

Sollten Sie einen Blog eröffnen wollen, spukt Ihnen vermutlich bereits eine ungefähre Idee im Kopf herum. Mein Tipp: Konkretisieren Sie diese Idee. Möchten Sie beispielsweise einen Modeblog schreiben, so überlegen Sie sich genau, was hierbei Ihr Alleinstellungsmerkmal ist. Die Themen Mode, Beauty, Fashion, Food- und Reiseblog sind sehr stark umkämpft. Schlägt für eines dieser Themengebiete ihr Herz, so finden Sie heraus, wie Sie durch ein besonderes Layout, eine Einschränkung des Themas (bsp. Vegane Küche oder Nachhaltige Mode) oder eine besondere Social Media-Strategie aus der Masse hervorstechen können.

2. Wer gehört zu Ihrer Zielgruppe?

Es ist selten möglich für die breite Masse zu schreiben. Nachdem Sie die Frage nach der Nische geklärt haben, finden Sie heraus, für welches Klientel Sie schreiben möchten. Geben Sie Tipps für Mütter, für gesundheitsbewusste Menschen oder für junge Fashionistas? Natürlich kann sich dieser Punkt irgendwann ändern, denn Sie und Ihr Blog entwickeln sich weiter, es ist jedoch wichtig, seine LeserInnen zu kennen.

3. Welchen Mehrwert bietet Ihr Blog?

Warum sollte ich Ihre Artikel lesen? Ich gehöre zu Ihrer Zielgruppe und finde das Themengebiet sehr spannend, doch packt mich auch Ihr Artikel? Mein Anspruch ist es stets meinen LeserInnen einen Mehrwert zu geben, d.h ich möchte konkret, dass sie nach dem Lesen meines Artikels Tipps und Tricks für eine zielgerichtete Umsetzung mitnehmen. Möchten auch Sie Ihre LeserInnen zur Umsetzung Ihrer Tipps motivieren, poetische Inspiration bieten oder als wissenschaftliche Informationsplattform angesehen werden? Überlegen Sie selbst, ob Sie einen Mehrwert bieten, was dieser umfasst und ob Sie sich selbst als LeserIn von Ihrem Blog angesprochen fühlen würden.

4. Welche LeserInnen-Ansprache möchten Sie wählen?

Finden Sie heraus, ob Sie bei der Ansprache Ihrer LeserInnen die Du- oder Sie-Form verwenden möchten. Hierbei ist es wichtig Ihre Zielgruppe zu kennen. Schreiben Sie lieber im persönlichen und privaten Rahmen (B2C) bietet sich eher die Du-Form an, sollten Sie jedoch auf Business-Ebene (B2B) schreiben wollen und vielleicht hinzukommende Angebote im Bereich Webinare und Workshops anbieten, ist die Sie-Form meist unumgänglich.

5. Was ist die Intention Ihres Blogs?

Ähnlich wie bei dem Thema Mehrwert aus Sicht des/der Lesers/Leserin, ist die Intention des/der Bloggers/Bloggerin wichtig, um die Ausrichtung Ihres Blogs strategisch zu planen. Möchten Sie Informationen bieten, zu Diskussionen anregen, Verlosungen anbieten, Rezensionen verfassen oder vielleicht konkrete (kostenpflichtige) Angebote, wie Workshops oder Webinare für Ihre Leserschaft zur Verfügung stellen? Ist es vielleicht eine Kombination aus mehreren Komponenten? Lädt Ihr Blog den/die LeserIn zum Verweilen ein oder dient er als eine Art Appetizer, um auf weitere Angebote Ihrer Person aufmerksam zu machen?

Beachten Sie, dass die Intention eines Blogs und der dazugehörigen Artikel Kritik hervorrufen kann. Beantworten Sie diese (meist in Form von Kommentaren) stets sachlich und unmittelbar, sodass derjenige/diejenige das Gefühl erhält, gehört und respektiert zu werden. Die Diversität von Meinungen ist ein Kriterium, mit dem jeder Blogger/jede Bloggerin umzugehen verstehen muss, auch wenn es manchmal nicht ganz leicht erscheint.

6. Haben Sie eine Marketingstrategie?

Wer aus einem Freizeit-Blog einen Business-Blog machen möchte, muss die richtige Vermarktungsstrategie haben. Welche Kanäle aus den sozialen Medien kennen Sie und nutzen Sie diese bereits? Haben Sie beispielsweise bei Facebook oder Twitter eine eigene Seite? Nutzen Sie Google+ oder die Business-Plattform XING und ihr englisches Pendant LinkedIn? Sollten Sie Ihren Lesern einen persönlichen Eindruck Ihrer Person vermitteln? Wenn ja, sollten Sie über eine Verknüpfung mit Ihrem Instagram-Account nachdenken. Berücksichtigen Sie hierbei folgendes: Wer einen Social Media-Kanal für seinen Blog eröffnet, muss diesen auch pflegen. Niemand wird Ihre Bilder „liken“ oder Ihnen folgen, wenn Sie nur einmal im Monat etwas von Ihnen hören. Achten Sie hierbei auch auf die richtige Verwendung von SEO (Suchmaschinenoptimierung) im Rahmen Ihrer Suchmaschinenstrategie. Diese helfen Ihnen, Ihre Artikel durch die Verwendung wichtiger Keywords zu optimieren und erleichtern es Ihren LeserInnen, Sie schneller zu finden.

7. Haben Sie Zeit für einen Blog?

Im Bloggerleben ist Beständigkeit alles. Ihre LeserInnen möchten nicht ewig auf den nächsten Artikel warten, sondern einen bestimmten Leser-Rhythmus haben. Bitte achten Sie hierbei jedoch auf Qualität und nicht auf Quantität. Ihre Themen sollten interessant und individuell sein, denn niemand möchte in seiner Timeline den zehnten Artikel über die neuste DM-Creme lesen. Auch hier heißt es „the winner takes it all“, d.h. vor allem in Bereichen Beauty, Fashion oder Buchblogs müssen Sie gut informiert sein. Hierbei gibt es jedoch einige Ausnahmen beispielsweise im Bereich von Reiseblogs, die sehr individuell und persönlich sind. Letztlich gilt: Besser ein Artikel, der gut recherchiert ist und vielleicht ein wenig länger braucht, als ein dahingeschmetterter Klatschroman, der durch provokante Überschriften lediglich die Clickbait-Rate in die Höhe schnellen lassen möchte.

8. Möchten Sie Kooperationen mit anderen Bloggern/Bloggerinnen oder Unternehmen eingehen?

Diese Frage ist sehr wichtig. Umso weitreichender Ihr Netzwerk und Ihre Präsenz, umso mehr Angebote werden Sie erhalten. Im Internet und in den sozialen Medien werden oftmals Beispiele von unseriösen oder unpassenden Anfragen veröffentlicht und diskutiert.

Mein Tipp für das professionelle Bloggen: Bleiben Sie authentisch! Klick um zu Tweeten

Wenn Sie eine Anfrage erhalten und diese hat thematisch nichts mit Ihren Blog zu tun, dann nehmen Sie diese keinesfalls an! Das schlimmste für BloggerInnen sind Zweifel an Ihrer Authentizität. Sollten die Leser merken, dass Sie ihnen nur Produkte verkaufen möchten, mit den Sie bisher keine Berührungspunkte hatten, werden Sie durch mangelnde Wertschätzung und Ignoranz bestraft.Natürlich dürfen Sie sich auch neue Themengebiete erschließen, schauen Sie jedoch, dass sich hierbei Anknüpfungspunkte zu anderen Bereichen Ihres Blogs finden lassen. Kooperationen können eine gute Gelegenheit sein, um Aufmerksamkeit zu generieren, auch wenn sie anfangs für eine/n BloggerIn mehr Arbeit bedeuten. Nehmen Sie die Gelegenheit wahr, aber nicht um jeden Preis.

9. Haben Sie an Ihren/Ihre ArbeitgeberIn gedacht?

Ein Blog ist etwas sehr persönliches, auch wenn man die eigenen Gedanken mit einem Millionenpublikum teilt. Wenn ich mich mit Bloggern unterhalte, höre ich oft den Satz: „Mein/e ChefIn weiß davon aber nichts, ist ja meine Privatsache.“ Seien Sie sich über Ihre stetige Präsenz im Internet immer im Klaren, denn früher oder später werden Ihre Vorgesetzten sicher davon erfahren. Warum also nicht gleich selbstbewusst auftreten und auf Nachfragen oder bei persönlichen Gesprächen Ihren Blog erwähnen? Achten Sie hierbei natürlich auf die Brisanz einiger Themen, die sich aus den Bereichen Politik, Religion, Krankheit oder Sexualität ergeben kann. Sollten Sie hierbei berufliche Anknüpfungspunkte haben (bsp. Bereich Journalismus) oder FachexpertIn sein, stellt dies selbstverständlich kein Problem dar. Seien Sie jedoch vorsichtig, wenn Sie beispielsweise eine Rezension mit persönlichen Information zu einem Erotikroman veröffentlichen, da Ihnen dies, zumindest hinsichtlich Ihres Ansehens bei Kollegen/Kolleginnen oder bei Ihren Vorgesetzten, schaden könnte.

10. Lassen Sie die Muse eine Muse sein.

Diesen Tipp wollte ich bewusst als Aufforderung und nicht als Frage formulieren. Nach der Beantwortung der Zeitfrage möchte ich Ihnen meine wertvollste Empfehlung zum Schluss mitgeben: Schreiben Sie nur, wenn Sie inspiriert sind. Oftmals lese ich lieblos dahingeschriebene Artikel, die entweder als Lückenfüller oder als Sponsored post schnell abgearbeitet werden mussten. Sofern Sie mit Ihrem Blog nicht gerade Ihre Miete zahlen müssen, lassen Sie sich von der Muse küssen und die ist manchmal unstetig und unliebsam. Erzwingen Sie keine Artikel, denn Ihre LeserInnen werden es bei ihrer Lektüre relativ schnell merken und es entweder direkt kritisieren und so ihrer Enttäuschung Luft machen oder Ihren Blog nicht erneut besuchen. Gute Artikel entwickeln sich meist von allein und gedeihen langsam unter Hinzufügen von Zeit und einem geduldsamen Lächeln.

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